Medienkompetenzpreis für Demokratie-Podcast

Medienkompetenzpreis für Demokratie-Podcast

Bereits zum fünften Mal hat das Land gemeinsam mit dem Offenen Kanal Schleswig-Holstein (OKSH) Ende März in Kiel die mit insgesamt 15.000 Euro dotierten Medienkompetenzpreise verliehen. 

 

Den Sonderpreis des Netzwerks Medienkompetenz Schleswig-Holstein für Projekte, in denen Kooperation eine besonders große Rolle spielt, bekam die Meldorfer Gelehrtenschule für den „Demokratie – was geht?!“ Podcast zur Kommunalwahl 2023. Es ist ein Projekt zum Erlernen journalistischer Grundkenntnisse. Dabei sollen junge Menschen ihre Demokratiekompetenz verbessern und ihr Interesse an Politik steigern. Gefördert wurde das Projekt vom BMFSJ-Förderprogramm „Demokratie leben“ in Kooperation mit dem Projekt „Partnerschaft für Demokratie Dithmarschen“. Ausgezeichnet wurde der Kooperationsgedanke mit vier Dithmarscher Schulen, dem Offenen Kanal Westküste und der Kulturkneipe „Bornholdt.“

„In Zeiten von Social Media, rasend schnellen Informationsflüssen und Deepfakes bemisst die Landesregierung der Medienkompetenzbildung höchste Bedeutung zu“, sagte Digitalisierungsminister Dirk Schrödter. Dazu betont er: „Die Preisverleihung ist dafür ein extrem wichtiges Signal. Medienkompetenz und der kritische Umgang mit Medien sind ein Eckpfeiler für das Funktionieren unserer freiheitlich demokratischen Grundordnung. Das Bilden, Ertüchtigen und Vermitteln in diesem Bereich beginnt in der Kita und geht bis ins Seniorenalter. Es ist uns deshalb wichtig, mit dem Preis die herausragende Arbeit und das Engagement derer zu würdigen, die sich um Medienkompetenzbildung kümmern. Dieses Engagement brauchen wir.“

Internationale Wochen gegen Rassismus (11.-24.03.)

Internationale Wochen gegen Rassismus (11.-24.03.)

Gern machen wir Sie auf das vielfältige Programm zu den Internationalen Wochen gegen Rassismus aufmerksam. Die Internationalen Wochen gegen Rassismus finden in diesem Jahr in der Zeit vom 11. bis 24. März statt. Unter dem Motto „Menschenrechte für alle“ wurde in Schleswig-Holstein ein vielfältiges und landesweites Programm auf die Beine gestellt dass sich an alle Einwohner*innen Schleswig-Holsteins richtet. Ein Fokus der diesjährigen Internationalen Woche gegen Rassismus wurde auf das Thema Kolonialismus gelegt.

Fast alle Angebote sind kostenfrei und einige Programmpunkte finden in digitaler Form statt.

Für Rückfragen steht Ihnen das Landesdemokratiezentrum mit den weiteren Veranstaltenden gern zur Verfügung.

Das Land Schleswig-Holstein hat im Vorfeld bereits bekannte Termine in einem Programmheft gebündelt.

Falls Sie eine örtliche Veranstaltung/Aktion planen, nehmen wir sie gern mit in unseren Kalender auf. Email: demokratie@dithmarschen.de

 

 

„Echt mein Recht!“- Die Wanderausstellung der PETZE im Kreishaus-Foyer Dithmarschen

„Echt mein Recht!“- Die Wanderausstellung der PETZE im Kreishaus-Foyer Dithmarschen

Die Ausstellung „ECHT MEIN RECHT!“ von der PETZE (Institut für Gewaltprävention) macht erstmals in Dithmarschen Station.

„ECHT MEIN RECHT!“ ist eine Ausstellung zum

  • Schutz vor (sexualisierter) Gewalt,
  • zur Selbstbestimmung
  • und Selbstwertstärkung für Menschen mit Lernschwierigkeiten.

Die Ausstellung ist vom 02.02.-29.02.2024 im Kreishaus- Foyer in Heide zu sehen.

Menschen mit und ohne Behinderungen haben sich zur Ausstellungs- Begleitung schulen lassen.

Sie sind Ansprechpartner*innen während der Ausstellungs-Öffnungszeiten:

  • Montags bis freitags: 9- 13 Uhr
  • Donnerstags: 9- 17 Uhr
  • am Wochenende vom 24.-25.09.2024.

Die Ausstellung ist in 6 Stationen unterteilt:

  • Recht und Selbstbestimmung
  • Gefühle
  • Liebe und Partnerschaft
  • Alltag (Freizeit, Wohnen, Arbeit)
  • Körper und Sexualität
  • Beratung

Die Ausstellung ist bunt, vielfältig und lädt zum Mitmachen ein.

Alle Texte sind in Leichter bis Einfacher Sprache verfasst.

Mit Hörsticks können Sie sich die Texte vorlesen lassen.

Bis zum 29.02.204 kann die Ausstellung noch besucht werden. Es gibt noch wenige freie Plätze.

Melden Sie sich gerne deswegen bald an unter:

behindertenbeauftragte@dithmarschen.de

Herzlichen Dank an das Bundesprogramm „Demokratie leben!“

Damit werden die Ausstellung und die Schulung zur Ausstellungs- Begleitung bezahlt.

Marie Zachow

 

Zeitzeuge Ivar Buterfas-Frankenthal – Von ganz, ganz unten

Zeitzeuge Ivar Buterfas-Frankenthal – Von ganz, ganz unten

Es gibt nur noch sehr wenige Menschen, die uns aus erster Hand und eigener Erfahrung über die Zeit des Dritten Reiches berichten können. Dies gilt insbesondere für Angehörige der Verfolgung und Ermordung ausgesetzten Minderheiten.
Die Partnerschaft für Demokratie Dithmarschen konnte den heute über 90-jährigen Herrn Buterfas-Frankenthal als Zeitzeugen für eine Veranstaltung am 14. Dezember 2023 im Elbeforum Brunsbüttel gewinnen.

Ivar Buterfas-Frankenthals Leben ist geprägt von den damals gemachten schrecklichen Erfahrungen und Benachteiligungen. Die Benachteiligungen setzten sich über das Ende der Nazi-Diktatur sogar noch fort.
Er hat diese dunkle Zeit trotz Verfolgung zusammen mit Mutter und Geschwistern in verschiedenen Verstecken überlebt.

Über sein eigenes Leben zu berichten, vor Entwicklungen hin zu einer Diktatur zu warnen und für die Demokratie zu werben sind ihm zum Lebensinhalt geworden:

Eine Zeit wie die des Nationalsozialismus darf sich nicht wiederholen!
 

Zur Veranstaltung wurden Schülerinnen und Schüler der 8.-10. Klassen aus dem Kreisgebiet eingeladen, rund 680 Schülerinnen und Schüler der Meldorfer Gelehrtenschule, des Gymnasiums Brunsbüttel, der Klaus-Groth-Schule Heide, der Gemeinschaftsschule Heide-Ost und der Eider-Nordsee-Schule Hennstedt/Wesselburen konnten teilnehmen, die Kapazität des Elbeforums ließ eine größere Zahl leider nicht zu.

Landrat Mohrdieck und Ivar Buterfas-Frankenthal mit dem Buch "Von ganz, ganz unten"

Landrat Mohrdieck hat sich das Buch „Von ganz, ganz unten“ vom Autor Ivar Buterfas-Frankenthals und seiner Frau signieren lassen.

Nach einem einleitenden, persönlichen Vorwort von Dithmarschens Landrat Stefan Mohrdieck ergriff Herr Buterfas-Frankenthal, unterstützt durch seine Frau Dagmar, das Wort und berichtete aus seinem Leben.
Seine ersten einschneidenden Erfahrungen erlebte er als 6-jähriger, als er aus der Schule geworfen und anschließend auf menschenverachtende Weise von Jugendlichen drangsaliert wurde. Wie konnte es so weit kommen?
Darauf ging er in seinen Ausführungen ein und stellte die geschichtliche Entwicklung dar, wie die Nationalsozialisten die Demokratie der Weimarer Republik aushebeln konnten und allumfassende Macht erlangten, wie der Staat, Gesellschaft und Wirtschaft für die Nazi-Ziele ohne großen Widerstand der Bevölkerung umgebaut und vereinnahmt wurden. Er schilderte die Repressionen und Gefahren, denen all jene ausgesetzt waren, die nicht in das Weltbild der Nationalsozialisten passten und verfolgt wurden.

Seiner Mutter gelang es, die vaterlose Familie trotz mehrfachen Verrats zu verstecken und so diese dunkle Zeit zu überstehen. „Meine Mutter war ein Gigant.“
Der Vater konnte nach einem Aufenthalt in einem Konzentrationslager keine Menschen mehr um sich haben und verließ die Familie.

So ist Herr Buterfas-Frankenthal bis auf eine kurze Zeit in der ersten Klasse auch nicht zur Schule gegangen, Bildung wurde ihm vom Staat verwehrt. Zum Glück hatte er einen älteren Bruder, der noch einen Schulabschluss machen und ihm die notwendige Bildung vermitteln konnte. Nur das befähigte ihn, später eine erfolgreiche Firma aufzubauen.

Zum Ende der Veranstaltung konnten die Schülerinnen und Schüler vertiefende Fragen an Ivar Buterfas-Frankenthal richten, wovon auch lebhaft Gebrauch gemacht wurde.

Seine Geschichte hat Herr Buterfas-Frankenthal u. a. in seinem Buch „Von ganz, ganz unten“ niedergeschrieben, das auch vor Ort erhältlich war. Die Partnerschaft für Demokratie hat einige Exemplare des Buches zur Verfügung, die noch an Büchereien oder Schulen abgegeben werden sollen.
Die Kosten der Veranstaltung einschließlich der Beförderungskosten wurden von der Partnerschaft für Demokratie Dithmarschen übernommen.

 

Ivar Buterfas-Frankenthal berichtet von seinen Erfahrungen, während seine Frau Dagmar Judensterne zeigt.

Ivar Buterfas-Frankenthal berichtet von seinen Erfahrungen, während seine Frau Dagmar Judensterne zeigt.

Demokratie- und Vielfaltsregal in der Stadtbücherei Wesselburen

Demokratie- und Vielfaltsregal in der Stadtbücherei Wesselburen

Unser Land  beschäftigen vielfältige Probleme: Rechtsextremismus, Antisemitismus, Ausländer- oder LSBTIQ*-Feindlichkeit sind nur einige Pänomene. Mit Information und Aufklärung können wir diesen Feindlichkeiten begegnen. Dabei müssen es nicht immer Facebook, Instagram und Tiktok sein. Gerade für junge Menschen als mündige Bürger ist eine korrekte objektive Orientierung auch über klassische Medien wichtig.

Seit Januar gibt es in der Stadtbücherei Wesselburen ein Demokratie- und Vielfaltsregal. Alle Themen von Wahlrecht bis Transsexualität sind hier zu finden.

In Zusammenarbeit mit der Eider-Nordsee- Schule und der Stadtbücherei wurde der Bestand ausgesucht und steht nun allen Nutzerinnen und Nutzern zur Verfügung.

Die Beschaffung der Medien wurde von der Partnerschaft für Demokratie Dithmarschen mit Fördermitteln ermöglicht. Insgesamt standen 1.500 € zur Verfügung. Die Mittel stammen zu  90 % aus dem Bundesprogram „Demokratie leben!“ des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. 10 % entstammen einer Ko-Finanzierung durch das Landesdemokratiezentrum Schleswig-Holstein.

Der Fundus wird von Schüler*innen und Lehrkräften gut genutzt.

Bericht in der Dithmarscher Landeszeitung vom 31.01.2024